Allgemein

Uji, Ugali und Wali wa Nazi

Was kann es interessanteres und schöneres geben als Essen in einem fremden und weit entfernten Land? Heute ein kleiner Post über Kulinarisches in Kenia.

Wie in jedem Land, gibt es in Kenia einiges an Kulinarischem zu probieren und zu entdecken. An der Küste spürt man in der Küche Kenias einen indischen Einschlag, es wird viel mit Kokosmilch, Curry und exotischen Gewürzen gekocht. Zu den Grundnahrungsmitteln gehören Reis, Ugali (ein Maisbrei, siehe unten;)), Chapati (ein Weizenfladen, s.u.) Bohnen und verschiedene „Greens“, das sind sind Gemüsesorten wie Spinat, Kraut und Kohlsorten. Fleischige Beilagen sind meist Hühnchen oder Rind, an der Küste ist auch viel fangfrischer Fisch zu finden und getrocknete Sardellen werden oft am Straßenrand verkauft. Nicht zu vergessen sind die leckeren Obstsorten wie Mango, Bananen, Wassermelonen und Ananas, die für unsere Verhältnisse nach erfolgreichem Handeln super günstig zu erstehen sind. 

Da Kenia zu den weltweit wichtigsten Anbaugebieten für Tee gehört, gibt es zahlreiche Teesorten, oft begegnet ist mir der Chai Masala, ein scharf gewürzter Tee, der mit Milch getrunken wird, oder Ingwer Tee (Tangawizi). Kenia ist auch ein großer Kaffeeexporteur, leider ist er im Inland jedoch sehr teuer, sodass die Mehrheit der Bevölkerung Instant-Kaffee trinkt. Im Folgenden stelle ich euch kurz vor, was ich über den Tag so gegessen habe 🙂 

Frühstück:

  • Uji – kenianisches Porridge

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Uji besteht aus gemahlenem Mais- und Hirsebrei, und ist meist sehr stark gesüßt. Die Konsistenz ist etwas schleimig und wässrig.

 

 

 

 

  • Mandazi – frittierte Krapfen

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  • Chapati – indisches Weizenfladenbrot

Chapati gibt’s zum Frühstück, oder Mittags und Abends als Beilage. Super lecker!

 

Mitagessen:

  • Ugali
  • Das Nationalgericht Kenias! Ist ein Brei aus Maismehl, der als Beilage wie Reis gegessen wird, eher geschmacksneutral.

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  • Cassava  

Cassava ist Maniok, eine reichhaltige Wurzel, die ein bisschen nach Kartoffel schmeckt. In Lateinamerika habe ich sie unter „Yucca“ kennengelernt.

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  • Samosas

Frittierte Teigtaschen, die mit würzigem Hackfleisch, Hähnchenfleisch, Gemüse oder Linsen gefüllt sind. Werden oft am Straßenrand verkauft und sind köstlich!!!

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Abendessen:

  • Wali wa Nazi 

Kokosnussreis. Sehr cremig und leeeckeeeeer!

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  • Pilau

Gewürzter Reis mit Zimt, Nelken und Kardamom. Meist serviert mit Rindfleischstückchen und einer ausgekochten Fleischsauce, Krautsalat und Banane. Mein absolutes Lieblingsgericht in Kenia!

  • Chips Masala und Würstchen

Chips Masala sind Pommes in scharfer, würziger Ketchup Sauce. Die Pommes sind nicht wie bei uns fest und knackig, sondern durch die Sauce total weich und saftig. Meist kommt etwas Krautsalat dazu.

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Abschließend noch mehr Essensimpressionen von den Märkten in Mombasa und Ukunda:

 

Alles Liebe,

Nila

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Reise

Jambo Kenya!

Vor kurzem genoss ich die tolle Möglichkeit, Kenia in seiner Vielfalt durch ein Praktikum näher kennenzulernen. Ich wohnte an der Südküste und erlebte dort den Arbeitsalltag. Bei mitunter 40 Grad im Schatten, keinen Klimaanlagen, wiederkehrenden Strom- und Wasserausfällen gestaltete sich dieser manchmal als Herausforderung. Doch ein überall ertönendes „Jambo“ (Hallo) oder „Jambo Mzungu“ (Hallo Weiße) und „Karibu Kenia“ (Willkommen in Kenia) sowie das Interesse und die Offenheit, mit denen mir viele Menschen begegneten, ließen mich die ungewohnten Lebensbedingungen schnell vergessen. Nach der ersten „Jambo! Karibu Kenya!“-Begrüßung und dem darauffolgenden „Asante sana“ (vielen Dank) ging es meist mit „Mambo?“ – „poa“ (wie geht’s ? – Super) weiter und war der Anfang jedes noch so ausschweifendes Gespräches. Für mich überraschend war die meist recht zügig gestellte Frage nach meiner Konfession und der Ausübung dieser, sowie die Ausübung von Religion generell in Deutschland. Meine Einschätzung, dass die meisten jungen Leute (zumindest aus meinem Bekanntenkreis) nicht regelmäßig zur Kirche gehen und das schon gar nicht als social event ansehen,  überraschte oft. Als „Kompensation“ dafür fiel mir leider nichts anderes als Fußball und Feiern von und mit Freunden oder Familienmitgliedern ein. Wie seht ihr das ? Was sind für euch social events?

Ein „social event“ in Kenia war für mich das Tuctuc-, Bus- oder Matatu fahren (Tuctucs sind dreirädrige Fahrgestelle und Matatus sind kleinere Busse oder Vans, in die so viele Menschen wie möglich gequetscht werden) . Denn immer wenn man auch nur im entferntesten so aussah, als bräuchte man einen fahrbaren Untersatz, kamen eine Horde Männer auf einen zu, in der Regel jeder für ein anderes Tuctuc/Bus/Matatu arbeitend und fest entschlossen, von ihrem Fahrzeug zu überzeugen und zur Mitfahrt zu überreden. Das sonst überall zu hörende „Pole pole“ (langsam langsam) verkehrte sich bei der Transportmittelsuche in das genaue Gegenteil, die von einer schier unglaublichen Hektik begleitet wurde. Gerade beim Tuctuc fahren empfahl es sich, die Preise vorher in Erfahrung gebracht zu haben. Denn beim Ausdenken von Preisen waren diese „Überredungskünstler“ sehr kreativ 😉 Am besten gar nicht über den Preis verhandeln, sondern einfach einsteigen und beim Aussteigen die richtige Anzahl an „Bop“ (=Kenian Shilling) in die Hand drücken. Dann war alles „hakuna matata“ – kein Problem 🙂 

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Der Kilimanjaro!
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Elefant vorm Kilimanjaro
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Elefantenfamilie in Tsavo East 🙂
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Posing 🙂
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An den langen Stoßzähnen erkennt man, dass diese Elefantenmami schon sehr alt ist
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Elefanten im Sumpf in Amboseli (Ich könnte noch tausend Elefantenbilder posten…)
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Ein Masai-Dorf vorm Kilimanjaro

Atemberaubend war außerdem die Landschaft. Von roter Lehmerde bewachsen mit Akazien- und Jacarandabäumen, bis zu üppig grünenden Wiesen, Sümpfen und Palmen gesäumten Straßen  und weißen Sandstränden ist wirklich alles zu finden. Meine an das Praktikum anschließende Reise führte mich an der Südküste entlang Richtung Norden bis nach Lamu Island, durch die Nationalparks Tsavo East und Amboseli bis nach Nairobi.

 

Nairobi Impressionen:

Alles in allem war es eine erfahrungs- und eindrucksreiche Zeit! Auch wenn ich mich am Ende meiner Reise auf zuhause, Freunde, Familie und die gewohnten Annehmlichkeiten wie stets fließendes Wasser sehr freute, werde ich die Sonne, die Hitze, die Menschen und das Chaos in meinem Alltag vermissen.

Highlights & Tipps:

  • In dem Küstenort Kilifi bietet die Backpacker-Unterkunft Distant Relatives Kilifi einen Pool, Workshops zu Permanent-Kulturen, ein Beachvolleyball-Feld, geile Musik und einen Zugang zum Strand, an dem nachts Biolumineszenz leuchtet (eine interessante Doku darüber gibt es hier).
  • Auf Lamu Island die Unterkunft Jannat House ist im Stil eines marokkanischen Riads mit Pool in der Mitte angelegt und hat schöne Swahili Türen. 
  • Die Website magical-kenya.de kann dem ein oder anderen vielleicht noch nützliche Touri-Tipps geben 🙂 

Danke fürs Vorbeischauen 🙂

Nila

 

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Finally on board ;)

Mein erster Blogbeitrag!!

Willkommen auf meinem Blog, willkommen an Board! Endlich habe ich meinen Hintern hochbekommen und schreibe ihn, meinen ersten Blogpost! Nach vielen Zweifeln, Gedanken und Ideen für einen Blog, habe ich das Prokrastinationsmonster in mir schließlich überwunden, sitze in meinem Bett, in Morning Blues Stimmung, meinem zweiten Kaffee und tippe in meinen laptop. Yay! Lange schon wollte ich meinen eigenen Blog starten, um über Erlebnisse, Reisen und meine Beobachtungen zu berichten, oder einfach um inspirierende und fesselnde Dinge und Orte zu teilen. Der erste Schritt ist nun geschafft – endlich bin ich an Bord. Hello out there 🙂

Meine Base ist Frankfurt am Main, von hier – dem Nabel der Welt 😉 – starten meine Abenteuer und Beobachtungen und hierher komme ich wieder zurück. Ich wünsche euch viel Spaß auf meinem Blog und freue mich über Kommentare, Kritik oder einfach nur ein Hi 🙂

Vielen Dank fürs Vorbeischauen!

Eure Nila